Berufskolleg Dinslaken

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Veröffentlichung der zentralen Aussagen des Qualitätsberichts (4 Q)

 Qualitätsbericht für das Berufskolleg Dinslaken

 „Das Berufskolleg Dinslaken unterzog sich bei einem Schulbesuch eines Teams der Bezirksregierung Düsseldorf vom 26.-29.01.2009 einer eingehenden Qualitätsanalyse.

Die Qualitätsanalyse der Schulen wurde mit dem Schulgesetz vom 27. Juni 2006 als zentrales Instrument zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Schulen in NRW landesweit eingeführt.

Als Folge der Qualitätsanalyse erhalten die Schulen einen Bericht, der sie in ihrer Eigenverantwortung stärken und ihnen detaillierte Informationen als Planungsgrundlage bereitstellen soll, um ihnen nachhaltige Impulse für ihre Weiterentwicklung zu geben.

 Nachfolgend stellen wir - entsprechend den Schulkonferenzbeschlüssen vom 19.05.2009 und 29.09.2009 - die zentralen Passagen des Qualitätsberichtes für das Berufskolleg Dinslaken vor sowie die daraus entstandenen Arbeitsfelder unserer Schule.

Der Bericht weist ein weit überdurchschnittliches Ergebnis aus, auf das alle Beteiligten der Schulgemeinde stolz sind:

 Zentrale Aussagen des Qualitätsberichts vom 24.03.2009

 „Das Berufskolleg Dinslaken zeigt ein überaus überzeugendes, positives Qualitätsprofil, das deutlich macht, dass die Schule ihre Aufgaben in vielen Bereichen angemessen und häufig sogar vorbildhaft erfüllt.

Das Berufskolleg Dinslaken sieht sich als Bündelschule in hohem Maße verantwortlich, den Schülerinnen und Schülern, die zum Teil lange Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen, ein attraktives, der Wirtschaftsstruktur des ländlichen Raumes angemessenes Bildungsangebot zu machen. So steht ihnen ein breit gefächertes Angebot an Bildungsgängen zur Auswahl. Um möglichst vielen Jugendlichen, insbesondere auch den Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf, einen Schulplatz zur Verfügung zu stellen, nehmen Lehrerinnen und Lehrer bewusst schlechtere Arbeitsbedingungen in Kauf (häufiger Raumwechsel, Unterricht bis in den Nachmittag und Abend hinein).

Eine besondere Stärke der Schule liegt darin, dass die Kolleginnen und Kollegen die an sie gestellten Anforderungen mit großer Alltagsgelassenheit meistern. Sie engagieren sich stark für die Schülerinnen und Schüler und deren Ausbildung und das tägliche Miteinander verläuft in guter Atmosphäre, die geprägt ist durch einen wertschätzenden und friedlichen Umgang miteinander.

Die Lehrkräfte arbeiten vielfach zusammen und sind offen für innovative Ideen zur Weiterentwicklung der Schule. Ihr Verhältnis zur Schulleitung und der erweiterten Schulleitungsrunde, die ihre Führungsaufgaben umfassend und zur Zufriedenheit aller Beteiligten wahrnehmen, ist geprägt von Offenheit und Vertrauen.

Der von der Schulleitung praktizierte partizipative Führungsstil unterstützt die in allen Arbeitsstrukturen vorhandene Transparenz, so dass die komplexe Organisationsstruktur auf allen Ebenen hervorragend funktioniert. Das wird insbesondere auch von den dualen Partnern, die mit der Schule in vielfältiger Weise kooperieren, hervorgehoben.

Entwicklungsbedarf besteht aus Sicht des Qualitätsteams darin, die Unterrichtsentwicklung im Bereich der aktiven Beteiligung der Schülerinnen und Schüler zu intensivieren und die individuelle Ansprache, Reflexion, aber auch die Einbindung der Schülerinnen und Schüler in die Planung von Unterrichts- und Lernprozessen sowie die Beteiligung an der Planungsarbeit der Bildungsgänge zu erhöhen. Dadurch erhalten Schülerinnen und Schüler angemessene Begleitung in ihrer Entwicklung zu selbstständig handelnden Lernern, die für ihr eigenes Lernen bewusst die Verantwortung übernehmen.“

(Hervorhebungen durch die Redaktion)

 

Anlagen:
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Diese Datei herunterladen (4Q Veroeffentlichung Endfassung 2009-12-18.pdf)Qualitätsbericht und ZieleAuszüge aus dem Qualitätsbericht und Ziele für die schulische Entwicklungsarbeit: Stand: 18.12.200936 Kb
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Auszug aus dem Schulprogramm:
Pädagogische Grundorientierung

Das Zusammenleben von Schülerinnen und Schülern und pädagogischen wie nichtpädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Berufskolleg Dinslaken orientiert sich an der

  1. Achtung von Frieden und Gerechtigkeit,
  2. Wahrung der Menschenrechte in einer demokratisch-pluralistischen Gesellschaft und
  3. Bewahrung der Schöpfung.

Im Mittelpunkt aller pädagogischen Arbeit am Berufskolleg Dinslaken stehen die Schülerinnen und Schüler mit ihren jeweiligen Interessen und Fähigkeiten.

Sie lernen ganzheitlich und praxisorientiert. Die Förderung ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Handlungskompetenz ist Ziel der pädagogischen Arbeit.

Auf der Grundlage der sich ständig ändernden Lebens- und Arbeitsbedingungen am BK Dinslaken werden ganzheitliche, persönlichkeitsfördernde pädagogische Konzepte umgesetzt.

Ausgangspunkt des unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Handelns ist ein humanistisches Menschenbild, welches gelebt und den Schülerinnen und Schülern vermittelt wird. Die Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt des pädagogisch-didaktisch-methodischen Handelns mit ihren individuellen und sozialen Ressourcen, die zu entdecken und zu unterstützen sind. Kontinuierliches Persönlichkeitswachstum entsteht durch die (An-)erkennung und Entwicklung von Stärken. Es wird Vertrauen in die eigene Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler gesetzt, sich auf selbstreflektierende Weise zu entwickeln. Personale und soziale Kompetenzen wie die Bereitschaft zu kritischer Selbst- und Fremdwahrnehmung, Empathie, Fähigkeit zum Aufbau vertrauensvoller Beziehungen, zu verantwortlichem Handeln etc. sind wichtige Ziele, die am Lernort Schule erfahren und eingeübt werden. Die Vermittlung von grundlegenden Arbeitstechniken und von Methodenkompetenzen ist dabei ein weiteres wesentliches Ziel der unterrichtlichen Arbeit.

Wir verstehen die Schülerinnen und Schüler als Einheit von Körper, Geist und Seele. Daraus resultiert ein ganzheitliches Lernen, bei dem in Anlehnung an bedeutende Pädagogen die Schülerinnen und Schüler selbst als Akteure ihrer Entwicklung gesehen werden.

Nach dem Motto von Maria Montessori: „Hilf mir es selbst zu tun!" verstehen die Lehrenden ihre Aufgabe darin, die Lernumgebung so zu gestalten, dass sich die Schülerinnen und Schüler frei entfalten können. Auch Pestalozzis Vorstellungen vom "Lernen mit Kopf, Herz und Hand" werden umgesetzt durch ein Lernen mit allen Sinnen, z. B. in Lernaufgaben, fächerübergreifendem Unterricht, Werkstattprojekten etc.

Die Grundhaltungen der Lehrenden, welche sich unter anderem an Carl Rogers Postulaten der „Wertschätzung, Empathie und Kongruenz" orientieren, sollen von den Schülerinnen und Schülern erfahren, verinnerlicht und im beruflichen Handeln gelebt werden. Die kritische Selbstreflexion ist dabei ein integraler Bestandteil, der immer wieder im Lernprozess gefordert und gefördert wird (z. B. in der Klassenreflexion, Praxisreflexion).

In zahlreichen außerunterrichtlichen Aktivitäten wird unser Selbstverständnis auch nach außen getragen, z. B. beim PolitShop, in der Beteiligung an Veranstaltungen der Stadt Dinslaken, in Projekten mit Betrieben und Kindertagesstätten. Sichtbare Zeichen einer gut funktionierenden Lernortkooperation der Abteilung Technik sind z. B. die Sonnenkollektoranlage auf dem Werkstattgebäude zur Ressourcen schonenden Erwärmung des Brauchwassers und die auf dem Schulhof erstellten Pavillons, die in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum des Bauhandwerks von den Auszubildenden des Zimmererhandwerks gebaut wurden.

Schulische Erziehungsarbeit soll durch Zusammenarbeit mit Betrieben und überbetrieblichen Ausbildungsstätten verstärkt werden, um

  1. den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, sich mit der betrieblichen Realität auseinander zu setzen (z. B. Durchführung von Praktika)
  2. den Einsatz aktueller Technologien in der Praxis zu erfahren und
  3. handlungs- und situationsorientiertes Lernen zu ermöglichen.

Durch die generelle Orientierung an der beruflichen Praxis und durch den hohen Praktikumsanteil in vielen Bildungsgängen werden Theorie und Praxis verzahnt. Schulisches Lernen erfolgt somit für die berufliche Praxis, und eine Erprobung des theoretischen Wissens kann in praktischen Situationen geübt werden.

Wir kümmern uns dabei um

  1. eine persönliche und verlässliche Betreuung in der Praxis,
  2. Hilfestellungen bei Problemlösungen der Schülerinnen und Schülerin und
  3. die Erschließung von neuen ausbildungs- und berufsrelevanten Praktikumsfeldern.

Praxisstellen bieten für uns auch einen Fundus an unterrichtsergänzenden Erfahrungen.

Das Berufskolleg Dinslaken reagiert auf gesellschaftliche Veränderungen. Um Ausbildung praxisnah zu gestalten ist es uns deshalb wichtig, die Innungen, Kammern, Betriebe und Praktikumsstellen einzubinden und Rückmeldungen über die Qualität unserer Ausbildung einzuholen. Die gute Zusammenarbeit kann zu verbesserten Ausbildungschancen für unsere Schülerinnen und Schüler führen, denn Praktikumsstellen können auch Ausbildungs- oder Arbeitsstellen werden.

Die Bildungs- und Erziehungsarbeit des Berufskollegs wird ergänzt durch die außerschulische pädagogische Arbeit (Veranstaltungen, Partnerschaften, Jugendarbeit, Kooperation mit anderen Schulen und den dualen Partnern usw.).

Das komplette Schulprogramm finden Sie hier:

Anlagen:
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